Denkpalast Melencolia
Projektarchiv · Flickr Collection

Denkpalast Melencolia

Denkpalast Melencolia. 2013

Denkpalast Melencolia. Aus der Serie “Der Geist der Philosophen”. 2013 Rotierendes Raumobjekt aus Draht, Hasengitter, Laub, Klebeband, Schrinkfolie, Schaumstoff, Leuchtfarbe und Leuchtwolle Bildzitate aus “Melencolia I”, Albrecht Dürer 1514 Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie Markus Wintersberger 2013 Der Palast des Denkens erweitert sich, dehnt sich aus und erfüllt sich seine eigenen Wunschvorstellungen. Ich füge dem Raum etwas hinzu, ich füge dem Raum eine Erinnerung hinzu. Ich verfüge über diesen mir eigenen Raum und ringe um den nächsten Schritt. Was ergibt ein Ganzes? Welche Gedanken sind zulässig? Welche Verknüpfung kann ich noch erstellen, um dem Sinn der Sache näher zu kommen? Wie kann ich meiner eigenen Vorstellung gerecht werden? Gibt es dabei überhaupt eine Gerechtigkeit? Oder verfalle ich einer Logik der Realität, die sich weit von meiner inneren Zeit zu entfernen scheint? Die Faszination obliegt zumeist dem Rätsel. Das Unerklärliche zieht mich in seinen Bann. In der Zeichnung “Melencolia I” von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1514 verlieren sich meine Gedanken und erspiegeln sich ein Paradies der Blindheit. Getrieben von der Einsicht in die Versuchung der Kunst, stelle ich mich meinen weiteren Rätseln. Ein Bild taucht auf, ein Bild taucht unter und taucht im selben Atemzug wieder hervor. Ich fasse es kaum, was sich vor meinem inneren Auge abzeichnet. Kurze Abdrücke und Gedankensplitter beleuchten stroboskopisch meine Einkehr und erbilden mir eine weitere Kammer meines Gedankenpalastes. Ein Bild ist niemals nur ein Traum, sondern immer auch eine Erweiterung der eigenen Unzulänglichkeit. Dazu braucht es keine Philosophie, dazu braucht es nur die Arbeit des Tages, auch wenn dieser immer kürzer zu werden scheint. Markus Wintersberger 2013 500px.com/MarkusWintersberger/stories/2834534/denkpalast-...

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2010erinstallation

Denkpalast Melencolia. 2013

Denkpalast Melencolia. Aus der Serie “Der Geist der Philosophen”. 2013
Rotierendes Raumobjekt aus Draht, Hasengitter, Laub, Klebeband, Schrinkfolie, Schaumstoff, Leuchtfarbe und Leuchtwolle
Bildzitate aus “Melencolia I”, Albrecht Dürer 1514
Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie
Markus Wintersberger 2013

Der Palast des Denkens erweitert sich, dehnt sich aus und erfüllt sich seine eigenen Wunschvorstellungen. Ich füge dem Raum etwas hinzu, ich füge dem Raum eine Erinnerung hinzu. Ich verfüge über diesen mir eigenen Raum und ringe um den nächsten Schritt. Was ergibt ein Ganzes? Welche Gedanken sind zulässig? Welche Verknüpfung kann ich noch erstellen, um dem Sinn der Sache näher zu kommen? Wie kann ich meiner eigenen Vorstellung gerecht werden? Gibt es dabei überhaupt eine Gerechtigkeit? Oder verfalle ich einer Logik der Realität, die sich weit von meiner inneren Zeit zu entfernen scheint? Die Faszination obliegt zumeist dem Rätsel. Das Unerklärliche zieht mich in seinen Bann. In der Zeichnung “Melencolia I” von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1514 verlieren sich meine Gedanken und erspiegeln sich ein Paradies der Blindheit. Getrieben von der Einsicht in die Versuchung der Kunst, stelle ich mich meinen weiteren Rätseln. Ein Bild taucht auf, ein Bild taucht unter und taucht im selben Atemzug wieder hervor. Ich fasse es kaum, was sich vor meinem inneren Auge abzeichnet. Kurze Abdrücke und Gedankensplitter beleuchten stroboskopisch meine Einkehr und erbilden mir eine weitere Kammer meines Gedankenpalastes.
Ein Bild ist niemals nur ein Traum, sondern immer auch eine Erweiterung der eigenen Unzulänglichkeit. Dazu braucht es keine Philosophie, dazu braucht es nur die Arbeit des Tages, auch wenn dieser immer kürzer zu werden scheint. Markus Wintersberger 2013

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