Hyperillusion
Projektarchiv · Flickr Collection

Hyperillusion

Hyperillusion. 2014

Hyperillusion. Aus der Serie “You can´t tango alone”. 2014 Rotierendes Raumobjekt aus Draht, Klebeband, UV Lichtfarbe, Projektion und Schwarzlicht Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie Markus Wintersberger 2014 / Nagl ~ Wintersberger 2014 "Denn die Welt ist nicht geschaffen worden, damit man sie versteht. Sie schert sich nicht um Erkenntnis. Vielleicht ist sie sogar geschaffen worden, um nicht verstanden zu werden. Die Erkenntnis ist zwar Teil der Welt, aber nur als totale Illusion. Genau das finde ich interessant, denn es bedeutet, dass das Denken nur Teil eines Ganzen ist, und dass es für dieses Ganze keine Interpretation gibt." - Jean Baudrillard, Interview taz.de, "Man muss sich vor der Wahrheit hüten" Dem ist nichts als eine weitere künstlerische Beweisführung hinzu zu fügen. Nicht mehr als diese Serie von Bewegtbildern. Bilder in Bewegung, die sich tänzelnd und schwingenden Mandalas gleich durch den Raum drehen. Mittels "projektion mapping" werden die Raumgeometrien illuminiert und rhythmisch weiter inszeniert. Eine Abfolge von diversen schwarz-weißen Pixelstreifen erhellt und verdunkelt in gleichem Maße die Skulpturen, setzt stroposkopisch deren Dreidimensionalität in Szene und scant gleichsam die Rauminformation zeitdiskret ab. Dieses Vibrato aus Raum und Zeit verfolgt nur das eine Ziel, eine Sinnlichkeit der Anschauung zu stärken und dafür die experimentell – ästhetischen Parameter zu generieren. Die künstlerische Forschungstemperatur wird stetig erhöht und durch keine pragmatische Sinnentleerung unterwandert. Die Hyperillusion wird selbst zu einem Erkenntnismotor, die sich – ganz im Sinne von Baudrillard - nicht um die eigene Erkenntnis schert, sondern fortwährend um diese ringt und diese auch bereit ist, immer weider auf ein Neues zu verhandeln. Als Teil im Teil, als Anteil bleibt einem auch gar nichts anderes übrig, als die eigene Selbstwahrnehmung auf das wesentliche zu beschränken und sich Mittels Bewegung einen scheinbaren Fortschritt zu imaginieren. Ganz wie im Tanz, in der endgültigen Verführung und Verschmelzung durch die und mit der Wirklichkeit löst sich die Dichotomie von Raum und Zeit auf und entlarft so die gesamte Realität als illustionistischer Zauber unserer eigenen Wahrnehmungsapparaturen. “You can´t tango alone”, wie im Himmel, so auf Erden und wie in der Wissenschaft, so auch in der Kunst. Markus Wintersberger 2014

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2010erinstallation

Hyperillusion. 2014

Hyperillusion. Aus der Serie “You can´t tango alone”. 2014
Rotierendes Raumobjekt aus Draht, Klebeband, UV Lichtfarbe, Projektion und Schwarzlicht
Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie
Markus Wintersberger 2014 / Nagl ~ Wintersberger 2014

"Denn die Welt ist nicht geschaffen worden, damit man sie versteht. Sie schert sich nicht um Erkenntnis. Vielleicht ist sie sogar geschaffen worden, um nicht verstanden zu werden. Die Erkenntnis ist zwar Teil der Welt, aber nur als totale Illusion. Genau das finde ich interessant, denn es bedeutet, dass das Denken nur Teil eines Ganzen ist, und dass es für dieses Ganze keine Interpretation gibt." - Jean Baudrillard, Interview taz.de, "Man muss sich vor der Wahrheit hüten"

Dem ist nichts als eine weitere künstlerische Beweisführung hinzu zu fügen. Nicht mehr als diese Serie von Bewegtbildern. Bilder in Bewegung, die sich tänzelnd und schwingenden Mandalas gleich durch den Raum drehen. Mittels "projektion mapping" werden die Raumgeometrien illuminiert und rhythmisch weiter inszeniert. Eine Abfolge von diversen schwarz-weißen Pixelstreifen erhellt und verdunkelt in gleichem Maße die Skulpturen, setzt stroposkopisch deren Dreidimensionalität in Szene und scant gleichsam die Rauminformation zeitdiskret ab. Dieses Vibrato aus Raum und Zeit verfolgt nur das eine Ziel, eine Sinnlichkeit der Anschauung zu stärken und dafür die experimentell – ästhetischen Parameter zu generieren. Die künstlerische Forschungstemperatur wird stetig erhöht und durch keine pragmatische Sinnentleerung unterwandert. Die Hyperillusion wird selbst zu einem Erkenntnismotor, die sich – ganz im Sinne von Baudrillard - nicht um die eigene Erkenntnis schert, sondern fortwährend um diese ringt und diese auch bereit ist, immer weider auf ein Neues zu verhandeln. Als Teil im Teil, als Anteil bleibt einem auch gar nichts anderes übrig, als die eigene Selbstwahrnehmung auf das wesentliche zu beschränken und sich Mittels Bewegung einen scheinbaren Fortschritt zu imaginieren. Ganz wie im Tanz, in der endgültigen Verführung und Verschmelzung durch die und mit der Wirklichkeit löst sich die Dichotomie von Raum und Zeit auf und entlarft so die gesamte Realität als illustionistischer Zauber unserer eigenen Wahrnehmungsapparaturen. “You can´t tango alone”, wie im Himmel, so auf Erden und wie in der Wissenschaft, so auch in der Kunst. Markus Wintersberger 2014

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