Lalinea
Projektarchiv · Flickr Collection

Lalinea

Lalinea. 2013

Performative Raumkleider, Fotografie, Video, Objekt, Skulptur Raumobjekte, Raumzeichnungen, Klebefolien, Leuchtfarben, Schwarzlicht Studien © Nagl ~ Wintersberger 2013 Lalinea, la linea, lal inea, lali nea – vom Tanz der Linie und von der Bewegung des Körpers als Linie in der Linie. Grafische Objekte fügen sich in die Choreographie ein, werden Kleid, Kostüm, Partner und Bildgeber. Die Skulpturen stehen für sich, die Skulpturen bestehen aber auch im Dialog mit der Tänzerin Andrea Nagl. Die tanzende Figur erfährt eine Erweiterung ihrer dynamischen Raumspuren und tritt in Dialog mit einem Raumgeflecht aus Farbe, Linie und Form. Eine Doppelform erfährt sich in der zeitlichen Wahrnehmung und erfindet sich zu immer neuen Bildformen. Das Konstrukt liegt alleine in der Tatsache seiner Ergänzung, die Aleatorik bestimmt sowohl Ausgangs- als auch Endpunkt. Die Logik entspricht der jeweiligen Form, und der Formenkanon folgt aus dem sich stetig wandelnden Erfahrungsprozess der tanzenden Figur. Die Objekte sind teils mit Leuchtfarben besetzt, geben unter Einwirkung von Schwarzlicht ihre Illumination preis. “Alles ist erleuchtet” titelte bereits der Debütroman von Jonathan Safran Foer aus dem Jahr 2002. “Alles ist erleuchtet” lässt sich auch in diesen Untersuchungen erfahren. Licht leuchtet Farbe, Farbe leuchtet Licht und der Gedankenstrom bildet seinerseits ein spektrales Erkennen von sich selbst. Selbsterkenntnis und Selbstbeobachtung werden somit immer wieder zu einer Selbsterfahrung, die im Zentrum der Kunst eine fundamentale Sogwirkung besitzt. Die Lichtspuren sind noch am Anfang ihrer Reise, die Lichtgeschwindigkeit ist noch lange nicht erreicht. Aber selbst Teil dieser Lichtentgrenzung zu werden, erfindet die Möglichkeit einer Unwahrscheinlichkeit von der Einheit aus Raum und Zeit. Gleich dem Gesang Fuchurs aus dem Roman “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende aus dem Jahr 1979, der wie “das Dröhnen einer riesigen Bronzeglocke” beschrieben wird, dröhnt das Licht in der blau schimmernden Dunkelheit meines Ateliers. Nagl ~ Wintersberger 2013 mwintersberger.tumblr.com/post/56962062238/lalinea-2013-p...

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2010erinstallation

Lalinea. 2013

Performative Raumkleider, Fotografie, Video, Objekt, Skulptur

Raumobjekte, Raumzeichnungen, Klebefolien, Leuchtfarben, Schwarzlicht

Studien © Nagl ~ Wintersberger 2013

Lalinea, la linea, lal inea, lali nea – vom Tanz der Linie und von der Bewegung des Körpers als Linie in der Linie. Grafische Objekte fügen sich in die Choreographie ein, werden Kleid, Kostüm, Partner und Bildgeber. Die Skulpturen stehen für sich, die Skulpturen bestehen aber auch im Dialog mit der Tänzerin Andrea Nagl. Die tanzende Figur erfährt eine Erweiterung ihrer dynamischen Raumspuren und tritt in Dialog mit einem Raumgeflecht aus Farbe, Linie und Form. Eine Doppelform erfährt sich in der zeitlichen Wahrnehmung und erfindet sich zu immer neuen Bildformen. Das Konstrukt liegt alleine in der Tatsache seiner Ergänzung, die Aleatorik bestimmt sowohl Ausgangs- als auch Endpunkt. Die Logik entspricht der jeweiligen Form, und der Formenkanon folgt aus dem sich stetig wandelnden Erfahrungsprozess der tanzenden Figur. Die Objekte sind teils mit Leuchtfarben besetzt, geben unter Einwirkung von Schwarzlicht ihre Illumination preis. “Alles ist erleuchtet” titelte bereits der Debütroman von Jonathan Safran Foer aus dem Jahr 2002. “Alles ist erleuchtet” lässt sich auch in diesen Untersuchungen erfahren. Licht leuchtet Farbe, Farbe leuchtet Licht und der Gedankenstrom bildet seinerseits ein spektrales Erkennen von sich selbst. Selbsterkenntnis und Selbstbeobachtung werden somit immer wieder zu einer Selbsterfahrung, die im Zentrum der Kunst eine fundamentale Sogwirkung besitzt. Die Lichtspuren sind noch am Anfang ihrer Reise, die Lichtgeschwindigkeit ist noch lange nicht erreicht. Aber selbst Teil dieser Lichtentgrenzung zu werden, erfindet die Möglichkeit einer Unwahrscheinlichkeit von der Einheit aus Raum und Zeit. Gleich dem Gesang Fuchurs aus dem Roman “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende aus dem Jahr 1979, der wie “das Dröhnen einer riesigen Bronzeglocke” beschrieben wird, dröhnt das Licht in der blau schimmernden Dunkelheit meines Ateliers.
Nagl ~ Wintersberger 2013

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