Natursack 014
Projektarchiv · Flickr Collection

Natursack 014

Natursack 014. 2015

Natursack-Sacknatur 014. Aus der Serie "Nature Morte" 2015 Rotierende Skulptur aus Plastik Beutel, Laub, Papier, schwarze Tinte, Schwarz Licht und Projection Mapping „Schlafes Bruder 2014“ / „Question Mark 2014“ Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie Markus Wintersberger 2015 Von der Natur der Dinge zu berichten, ist ein wichtiges Anliegen. Von der Natur der Natur zu erzählen ist ungleich schwerer, da selbst das Natürliche in jedem Augenblick mehr von sich Preis gibt, als man sich jemals ausdenken könnte. So beschränke ich mich auf die Beobachtung, die Sammlung und die künstlerische Verformung der Natur und der Dinge. Natur wird somit Kunstdünger, ursächlicher Kunstdung und Kunstschaffungskörper. Material ist genügend vorhanden, Natur ist alles was der Fall ist. Die Natur kommt vor dem Fall und die vier Jahreszeiten wechseln den Aggregatzustand all unserer Fälle. Annahme und Ansicht gehen der Natur voraus, wir können uns immer nur mit dem Abbild beschäftigen. Sehend, hörend, riechend, schmeckend, fühlend ertasten wir das gefallene Laub, in dem wir als Ursubstanz bereits angelegt sind. Verbunden und verwoben, verwandt mit allem was der Fall ist formt sich so eine Masse durch die Zeit. Ein einfacher Müllsack wird in dieser Arbeit zu einem Sinnbild dieser Erkenntnis, gefüllt mit dem gefallenen Laub des Jahres 2014 und grafisch durch Linien umzeichnet bildet der Sack die Bewegungsenergien der vergangen Monate ab. Der Sack baumelt gelassen an einer an der Decke montierten Kette im Atelier, dreht sich endlos um sich selbst und schreibt sich dabei als Kunst-Natur Zeichnung in den Raum. Nahezu entstofflicht wittert das Laub im Innern des Sacks dahin und erzählt von der Leichtigkeit seines Seins. Werden und Vergehen wird somit im Lichtraum zu einem sich ergänzenden Prozess und beide bilden die Grundlage für einen universellen Rhythmus. Im Schwarzlicht transzendiert sich die Natursackskulptur in ein samtiges Volumen, das blau schwarz schimmernd eher einem Schmuckstein gleicht. Mit der Projektion eines Totenkopfes aus der Serie „Question Mark“ bespielt, generiert sich ein Spiegelfolienbild einer durchgeisterten Zeit. Verwischte Ahnungen imaginieren die Verbindung aus Natur, Sack und Tod. Anfang und Ende verpackt in einem Wegwerfprodukt unserer Zeit. Im Plastikmüllsack kann alles Platz finden und trotzdem über die verborgene Schönheit der Natur berichten.

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2010erskulptur

Natursack 014. 2015

Natursack-Sacknatur 014. Aus der Serie "Nature Morte" 2015
Rotierende Skulptur aus Plastik Beutel, Laub, Papier, schwarze Tinte, Schwarz Licht und Projection Mapping „Schlafes Bruder 2014“ / „Question Mark 2014“
Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie
Markus Wintersberger 2015

Von der Natur der Dinge zu berichten, ist ein wichtiges Anliegen. Von der Natur der Natur zu erzählen ist ungleich schwerer, da selbst das Natürliche in jedem Augenblick mehr von sich Preis gibt, als man sich jemals ausdenken könnte. So beschränke ich mich auf die Beobachtung, die Sammlung und die künstlerische Verformung der Natur und der Dinge. Natur wird somit Kunstdünger, ursächlicher Kunstdung und Kunstschaffungskörper. Material ist genügend vorhanden, Natur ist alles was der Fall ist. Die Natur kommt vor dem Fall und die vier Jahreszeiten wechseln den Aggregatzustand all unserer Fälle. Annahme und Ansicht gehen der Natur voraus, wir können uns immer nur mit dem Abbild beschäftigen. Sehend, hörend, riechend, schmeckend, fühlend ertasten wir das gefallene Laub, in dem wir als Ursubstanz bereits angelegt sind. Verbunden und verwoben, verwandt mit allem was der Fall ist formt sich so eine Masse durch die Zeit. Ein einfacher Müllsack wird in dieser Arbeit zu einem Sinnbild dieser Erkenntnis, gefüllt mit dem gefallenen Laub des Jahres 2014 und grafisch durch Linien umzeichnet bildet der Sack die Bewegungsenergien der vergangen Monate ab. Der Sack baumelt gelassen an einer an der Decke montierten Kette im Atelier, dreht sich endlos um sich selbst und schreibt sich dabei als Kunst-Natur Zeichnung in den Raum. Nahezu entstofflicht wittert das Laub im Innern des Sacks dahin und erzählt von der Leichtigkeit seines Seins. Werden und Vergehen wird somit im Lichtraum zu einem sich ergänzenden Prozess und beide bilden die Grundlage für einen universellen Rhythmus. Im Schwarzlicht transzendiert sich die Natursackskulptur in ein samtiges Volumen, das blau schwarz schimmernd eher einem Schmuckstein gleicht. Mit der Projektion eines Totenkopfes aus der Serie „Question Mark“ bespielt, generiert sich ein Spiegelfolienbild einer durchgeisterten Zeit. Verwischte Ahnungen imaginieren die Verbindung aus Natur, Sack und Tod. Anfang und Ende verpackt in einem Wegwerfprodukt unserer Zeit. Im Plastikmüllsack kann alles Platz finden und trotzdem über die verborgene Schönheit der Natur berichten.

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