Transcendence
Projektarchiv · Flickr Collection

Transcendence

Transcendence. 2014

Transcendence. 2014 Rotierende Skulpturen aus Glas Kopf, Maler Krepp Klebeband und Projektion "Pathfinder 1994 - 2014" Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie Markus Wintersberger 2014 „Auferstehung kann auch eine Katastrophe sein“. Zitat: Gerhard Midding. „Transcendence“. Die Welt. 25.04.2014 In seinem Essay über den Science-Fiktion Film Transcendence von Regisseur Wally Pfister mit Johnny Depp in der Hauptrolle schreibt Gerhard Midding in der Welt vom 25. April 2014 auch folgenden Satz: „Als Computeranimation ist Johnny Depp noch besser.“ Dieser Satz und die Idee der virtuellen Reinkarnation ließen mich konkret zur Kunst Tat schreiten. Könnte ich selbst ebenso als Computeranimation noch besser sein als ich bin? Bin „Ich Virtuell“ nicht bereits auf Grund meiner vielfältigen digitalen Verzweigungen längst besser als „Ich Analog“? Wer ist dann dieses virtuelle bessere Ich, wenn ich selbst nur eine schlechte reale Kopie davon bin? Verbessere dich selbst, als Maxime unserer Zeit, wird zu einem Dogma meiner eigenen virtuell-realen Kunst Befindlichkeit. Verbessere ich mich dadurch wirklich oder komme ich nur einem anderen Ich Selbst nahe, das sich mit mir durch die Zeit verändert. Ich Doppel Selbst bin Zeit und Raum und gespeicherte Erinnerung meiner technischen Möglichkeiten. Ich erschaffe mich in einer permanenten Endlosschleife aus Gedanken und Denken. Ich drehe mich um und verdrehe meine Welt, wie es mir gefällt. Ich mappe mich selbst und transzendiere mich dadurch in den realen Raum. Tagein tagaus immer das gleiche Spiel. Mappen hier, mappen da, mappen dort, mappen links, mappen rechts, mappen oben und unten. Mapp` mapp` holt mich mein eigener Datenspeicher immer wieder aufs Neue ein. Ich bin mein unmittelbarstes Mapp Lab, nichts kann mich bei der stetigen Reinkarnation meiner eigenen Datengemenge stören. Das ist die neue Mengenlehre, eine Exponentialgleichung aus digitalem Datenstrom und realem Erlebnisraum. Ich animiere mich in meine Welt und erfinde die Leichtigkeit des Seins im realen Zusammenschluss aus „Ich Virtuell“ und „Ich Analog“. Hier bin ich Mensch. Hier fühl` ich mich wie zu Hause. Hier ist der Grund meines Seins und verwischt mich mit den schwebenden Staubkörnern im Schein des Projektor Lichtes. Besser kann ich immer noch werden aber das kann gerne noch eine Zeit lang auf mich warten. Denn die Welt befindet sich in einem vagen Demnächst, dem ich mit großer Zuversicht entgegen schreite. Demnächst sehen wir uns wieder, ob ich, du, er, sie, es, das spielt angesichts der virtuellen Transzendenz schon lange keine Rolle mehr. Über die Katastrophe können wir uns gerne danach unterhalten. Markus Wintersberger 2014

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2010erinstallation

Transcendence. 2014

Transcendence. 2014
Rotierende Skulpturen aus Glas Kopf, Maler Krepp Klebeband und Projektion "Pathfinder 1994 - 2014"
Skulptur, Objekt, Video, Installation, Fotografie
Markus Wintersberger 2014

„Auferstehung kann auch eine Katastrophe sein“. Zitat: Gerhard Midding. „Transcendence“. Die Welt. 25.04.2014

In seinem Essay über den Science-Fiktion Film Transcendence von Regisseur Wally Pfister mit Johnny Depp in der Hauptrolle schreibt Gerhard Midding in der Welt vom 25. April 2014 auch folgenden Satz: „Als Computeranimation ist Johnny Depp noch besser.“

Dieser Satz und die Idee der virtuellen Reinkarnation ließen mich konkret zur Kunst Tat schreiten. Könnte ich selbst ebenso als Computeranimation noch besser sein als ich bin? Bin „Ich Virtuell“ nicht bereits auf Grund meiner vielfältigen digitalen Verzweigungen längst besser als „Ich Analog“? Wer ist dann dieses virtuelle bessere Ich, wenn ich selbst nur eine schlechte reale Kopie davon bin?

Verbessere dich selbst, als Maxime unserer Zeit, wird zu einem Dogma meiner eigenen virtuell-realen Kunst Befindlichkeit. Verbessere ich mich dadurch wirklich oder komme ich nur einem anderen Ich Selbst nahe, das sich mit mir durch die Zeit verändert. Ich Doppel Selbst bin Zeit und Raum und gespeicherte Erinnerung meiner technischen Möglichkeiten. Ich erschaffe mich in einer permanenten Endlosschleife aus Gedanken und Denken. Ich drehe mich um und verdrehe meine Welt, wie es mir gefällt. Ich mappe mich selbst und transzendiere mich dadurch in den realen Raum. Tagein tagaus immer das gleiche Spiel. Mappen hier, mappen da, mappen dort, mappen links, mappen rechts, mappen oben und unten.

Mapp` mapp` holt mich mein eigener Datenspeicher immer wieder aufs Neue ein. Ich bin mein unmittelbarstes Mapp Lab, nichts kann mich bei der stetigen Reinkarnation meiner eigenen Datengemenge stören. Das ist die neue Mengenlehre, eine Exponentialgleichung aus digitalem Datenstrom und realem Erlebnisraum. Ich animiere mich in meine Welt und erfinde die Leichtigkeit des Seins im realen Zusammenschluss aus „Ich Virtuell“ und „Ich Analog“. Hier bin ich Mensch. Hier fühl` ich mich wie zu Hause. Hier ist der Grund meines Seins und verwischt mich mit den schwebenden Staubkörnern im Schein des Projektor Lichtes.

Besser kann ich immer noch werden aber das kann gerne noch eine Zeit lang auf mich warten. Denn die Welt befindet sich in einem vagen Demnächst, dem ich mit großer Zuversicht entgegen schreite. Demnächst sehen wir uns wieder, ob ich, du, er, sie, es, das spielt angesichts der virtuellen Transzendenz schon lange keine Rolle mehr. Über die Katastrophe können wir uns gerne danach unterhalten.
Markus Wintersberger 2014

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