THE BODYBOX – experimentelle Collage aus Videostills, Körperfragmenten und virtuellen Körperlandschaften
Videocity St. Pölten · Stadtparcours 2026/27 · Markus Wintersberger

THE BODYBOX.Sculpture in Motion I · 1998–2025

Realitäten (ver)schmelzen/Morphing Realities
Ausstellung13.11.2026 – 14.02.2027
Vernissage13. November 2026 · 18:30 Uhr
StartFoyer Stadtmuseum St. Pölten · Prandtauerstraße 2
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Vernissage & Ausstellung

Die zentrale Information · Stadtparcours St. Pölten

Videocity St. Pölten Stadtparcours

„Realitäten (ver)schmelzen“

alternativer Titel: „Verschmelzen der Realtitäten“

Laufzeit
13.11.2026 – 14.02.2027
Präsentationszeiten variieren je nach Standort.
Vernissage
13. November 2026, 18:30 Uhr
mit Künstler:innen und Videocity-Kurator Walter Seidl
Treffpunkt
Foyer des Stadtmuseums St. Pölten
Prandtauerstraße 2, 3100 St. Pölten
Anschließend
Rundgang und Künstler*innen-Gespräche an ausgewählten Standorten.
  • Zeitgleich: Finissage der 80. Jahresausstellung des St. Pöltner Künstlerbundes.
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Ausstellungskonzept

Verschmelzen der Realitäten / Realitäten (ver)schmelzen

Der sechste Videocity-Stadtparcours St. Pölten reflektiert unter dem Titel „Morphing Realities“, wie gegenwärtige Videokunst unterschiedliche Realitäten zusammenführt und durch das Verschmelzen visueller Welten neue Wirklichkeiten generiert. Aus einem Nebeneinander verschiedener visueller Ebenen werden vielfältige Geschichten über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entwickelt.

Anhand natürlicher Muster, die sich durch die Verzweigung von Bäumen oder durch das Wachstum myzelialer Netze bilden, haben Künstler*innen versucht zu verstehen, wie Lebensformen miteinander kommunizieren und sich gemeinsam entwickeln. Wenn sich heute biologische Prozesse mit rechnerischen Systemen verweben und Design zunehmend mit lebender Materie zusammenarbeitet, entstehen neue Formen des Wissens. Video bietet die Möglichkeit, auf visueller Ebene jene Analogien mit digitalen Hilfsmitteln zu verbinden und neue Modelle von Wirklichkeit zu schaffen. Diese Formen der Produktion sind kollektiv, relational und stehen in wechselseitiger Abhängigkeit zueinander.

Die im Rahmen von „Morphing Realities“ gezeigten Videos ermutigen uns, die Welt als lebendiges Archiv von Erinnerung zu sehen. Jeder Organismus und jedes System trägt Spuren anderer in sich und bildet Netzwerke, die sich über Generationen und Umgebungen hinweg erstrecken. Wirklichkeit, insbesondere die Art und Weise ihrer visuellen Darstellung, kann daher nicht länger als fixiert angesehen werden, sondern ist fluide und getragen von verschiedenen Einflüssen sowie gegenseitiger Unterstützung.

Der Videozyklus lädt zur Erkundung unterschiedlicher künstlerischer Bildproduktionen ein, die allesamt in Gemeinschaft und Gegenseitigkeit verankert sind. Angesichts ökologischer Krisen und technologischer Transformationen entwirft „Morphing Realities“ Möglichkeiten für geteilte Fürsorge, kollektives Wachstum sowie die Schaffung von Gemeinschaften, die über das Menschliche hinausgehen.

Walter Seidl · James Stephen Wright

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THE BODYBOX. Sculpture in Motion I

Truck · Container · Animation · Video · Performance · Photography · 1998–2025

Körper als Toolbox · Körper als Architektur

Ausgangspunkt der aktuellen Fassung ist ein Ganzkörperscan von 1991, der aus rund 350 Schwarzweißfotografien des Körpers hervorging. Die daraus entwickelten Körperabwicklungen und Körperoberflächen bilden seit den frühen 1990er-Jahren ein künstlerisches Formenrepertoire. Für die Fassung 2025 werden Bilder, Scans, Zeichnungen und Videostills als „Zeitpartikel“ ausgewählt und mit aktuellen Video-AI-Verfahren dynamisch transformiert. Die einzelnen KI-Videosequenzen werden anschließend in konventioneller Videoproduktion filmisch montiert.

Die historische BODYBOX von 1998 positioniert einen Industriecontainer im öffentlichen Raum als Trägerfläche einer digital verfremdeten Körperlandschaft. Virtueller und realer Raum durchdringen sich; Körperoberfläche, Transportobjekt, Architektur und Bewegung werden zu einer beschleunigten Skulptur im Stadtraum.

KünstlerMarkus Wintersberger
Zeitraum1998–2025
QuelleGanzkörperscan 1991 / ca. 350 SW-Fotografien · digitale Collagen · Scans · Zeichnungen · Videostills
AI Co(re)creation 2025Kling AI 1.6 Elements
Soundteilweise Artlist.io Voice-Over und MMAudio AI
Historische ReferenzO.K Center for Contemporary Art · „Natürlich Künstlich. Besichtigung eines hybriden Gebildes“ · 1998
+ Original text · Markus Wintersberger 2025 / 1998

THE BODYBOX. SCULPTURE IN MOTION I
Truck. Container. Animation. Video. Performance. Photography 1998–2025 · Markus Wintersberger

Kling AI Co(re)creation based on digital image collages and virtual creations. The starting point for the work is a whole-body scan from 1991, based on around 350 black and white photographs of my body. These bodily developments and flattenings have since served as a bodily toolbox, an artistic repertoire of forms. In the work now available in 2025, selected resources — images, scans, drawings, video stills — are chosen as sources or time particles and transformed into a new dynamic form using current video AI applications — in this case Kling AI 1.6 Elements. The individual AI video inventions and reinterpretations are arranged into a filmic montage using conventional video production. The soundtrack was partly created using Artlist IO Voice-Over and MMAudio AI. Markus Wintersberger 2025

An industrial container is positioned in a public space and serves as a “carrier surface” for the digitally alienated body landscape. A computer-animated flight is projected over the unrolled head inside the container on the front side. The transformed container stands as a “body box” in urban space. Due to its alienation and enlargement, the surface of the body is not clearly legible or recognisable. The penetration of public space and the positioning of this industrial object, which is itself covered with digital plots, in the everyday results in a strange mixture of virtual and real space. The individual static pixels of the container covered with my alienated body surface are accelerated to 100 km/h on the motorway — the object dissolves in a dynamic flight of pixels. Markus Wintersberger 1998

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Video · YouTube Playlist

THE BODYBOX · Sculpture in Motion I

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Playlist: PLefgARJSMTA5MwhcbOi4XjqJFib-jJuNV ↗ · Auswahl unter dem Player

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BODYBOX Signal Field

Experimentelle Bildstrecke · keine klassische Galerie · variable Bildkörper

Sechs Videostills bilden sechs eigenständige Bildkörper: jedes Motiv erscheint exakt einmal. Asymmetrische Überlagerungen, harte Maßstabssprünge, fragmentierte Kanten und wechselnde räumliche Relationen erzeugen eine virale Körperarchitektur ohne Bildwiederholung. Klick öffnet die Großansicht.

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Körperlandschaft / Gesamtkunstwerk Körper

Sabine Winkler · 1998

„Der Körper mutiert zum künstlerischen Konstrukt, zu einem multiformen Entwurf, gespalten und neu zusammengesetzt, analog zu den immanenten Identitäten.“

Die Selbsterforschung basiert auf Makroaufnahmen einzelner Körpersegmente, die digital verändert und manipuliert werden, um eine homogene Oberfläche zu erzeugen. Körpersegmente werden digitalisiert, der Körper wird im Computer neu generiert, Datenfelder und Formeln mit geometrischen Volumina gefüllt — vergleichbar mit architektonischen Strukturen. Der Körper als Haus, als Konstruktion oder gar als begehbarer Sarkophag mit Innenleben wird zur Körpererweiterung, in der architektonische, skulpturale und bildkünstlerische Mittel gleichzeitig kombiniert werden.

Die Erweiterung der Körperform ins Architektonisch-Räumliche, das Heraustreten aus der natürlichen Physiologie und das Aufbrechen natürlicher Körpergrenzen impliziert eine Verschiebung des imaginären Selbst: mehr Raum für das Andere in sich selbst und die Möglichkeit, sich aus der Distanz als ein Anderer zu erkennen.

Sabine Winkler · aus: Natürlich Künstlich. Besichtigung eines hybriden Gebildes · O.K Center for Contemporary Art · 1998

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Künstler:innen & Kurator:innen

Gesamtinformation · Videocity St. Pölten 2026/27

Künstler:innen

Raidan Adon, Esraa Elfeky, Lena Kalleitner, Ibrahim Khalid, Alina Kleytman, Evi Leuchtgelb, Anna Mutschlechner-Dean, Lea Petříková, Abulkassem Salama, Azra Sancaktar, James Stephen Wright, Gerald Zahn, Markus Wintersberger sowie Videos der Common Voices Group (Manchester).

Kuratorische & organisatorische Rollen

Kurator:innenAndrea Domesle (Basel/Drasenhofen), Walter Seidl (Wien)
Fokus ÄgyptenAbulkassem Salama (Alexandria/Kairo)
Fokus FrauenAndrea Isa und Gabi Luigs (Düsseldorf)
Fokus ManchesterCommon Voices (Manchester)
ProjektmanagerLeon Hösl · Videocity Austria
+ Kurzbiographien / Artist Index öffnen

Common Voices Group

Kollektiv · University of Manchester.

Raidan Adon

Libanesische Palästinenserin aus Akkon, Israel; lebt derzeit in Paris.

raida-adon.com ↗

Esraa Elfeky

*1989 Kairo, Ägypten; lebt in Kairo.

esraaelfeky.com ↗

Lena Kalleitner

Lebt in Wien.

lenakalleitner.at ↗

Ibrahim Khalid

Lebt in Miami und Alexandria.

Instagram ↗

Alina Kleytman

*1991 Charkiw, Ukraine; lebt in Wien.

alinakleytman.com ↗

Evi Leuchtgelb

*1980 in St. Pölten; lebt im Dunkelsteinerwald/Niederösterreich.

evileuchtgelb.at ↗

Anna Mutschlechner-Dean

*1999 Steyr, Oberösterreich; lebt in Wien.

annamutschlechner-dean.com ↗

Lea Petříková

*1992 Teplice; lebt in Prag.

leapetrikova.com ↗

Abulkassem Salama

*1997 Alexandria, Ägypten; lebt in Kairo und Alexandria.

Instagram ↗

Azra Sancaktar

*2001 Istanbul; aufgewachsen in Sandžak, Serbien und Montenegro; lebt seit 2022 in Köln.

James Stephen Wright

*1988 Pontefract, England; lebt in Newcastle upon Tyne.

jamesstephenwright.com ↗

Gerald Zahn

*1971 Bruck an der Mur; lebt in Wien.

geraldzahn.com ↗

Markus Wintersberger

*1968 Krems an der Donau; lebt und arbeitet in St. Pölten, Wien und Böhmsdorf.

medienwerkstatt006.at ↗
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Stadtparcours · Standorte & Videos

Präsentationszeiten variieren je nach Standort

01

Stadtmuseum St. Pölten

Prandtauerstraße 2 · Foyer
Mi–So · 10:00–17:00 Uhr
Lea Petříková · If I Ever Lose My Eyes, Kapitel 1 · 202X · 3:17 Min.Anna Mutschlechner-Dean · Moving Skins · 2025 · 6:12 Min.
02

Kulturzentrum Löwinnenhof*

Linzer Straße 16 · Fokus „Gewalt gegen Frauen“ / Orange the World Days
Mi–So · 10:00–19:00 Uhr
Alina Kleytman · Nails · 2013 · 1:48 Min.Azra Sancaktar · Intra · 2023 · 4:45 Min.Raidan Adon · Body Recalled · 2014 · 5:23 Min.
03

Rathausfoyer

Rathausplatz 1
Mo/Mi/Do 7:30–16:00 · Di 7:30–18:00 · Fr 7:30–13:00
Lena Kalleitner · Code of Conflict · 2024 · 2:56 Min.
04

Cinema Paradiso

Passage · Rathausplatz 13
Täglich · 10:00–22:00 Uhr
Gerald Zahn · Snowflakes · Trailer 1–4 · 2022 · je ca. 2,5 Min.
05

Famos Delikatessen

Domgasse 10
Täglich · 9:00–22:00 Uhr
James Stephen Wright · I wanna dance with Beatenberg’s Bakerman · 2025 · AI co-created 3D model / Extended Reality Film (AR), mobil via QR-Code.
06

Stadtbibliothek St. Pölten

Domplatz 2 · „Wohnzimmer“ 1. OG · Fokus Ägypten
Di/Mi/Fr 11:00–17:00 · Do 9:00–17:00 · Sa 9:00–13:00
Esraa Elfeky · What is beyond you: Crossing between two melted worlds · 2023 · 7:57 Min.Ibrahim Khalid · As Malleable as Steel · 2:03 Min.Abulkassem Salama · Autopilot · 2024 · 9 Min.
07

Piya Kebab

Kremser Gasse 22 · gegenüber HBF
Präsentationszeit standortabhängig
Evi Leuchtgelb · Mimese · 2020 · 0:31 Min. · mit Ton · Loop ca. 3 Min. · 9:16
08

USTP · University of Applied Sciences St. Pölten

Foyer B · Campus-Platz 1 · 3100 St. Pölten
Mo–Fr 10:00–15:00 · Sa 10:00–14:00
Videos des Common Voices Collective.Markus Wintersberger · Werkangabe im Pressetext noch als N.N.

Archive / Image / Body / Data

THE BODYBOX · virale Bildspur

6 Stills · variable crops