Sechs Bilder liegen zerstreut im Kabinett – gestreckt, gebogen, zersplittert, gedreht. Ein Messingring am Boden verrät ungefähr, wo; Augenhöhe und Blickrichtung muss man selbst finden. Ein Kohärenz-Balken und ein Ton, dessen Schwebung sich zum Einklang schließt, zeigen die Nähe zum Punctum. Gefunden, gleitet die Kamera in den exakten Augpunkt, und eine Karte erzählt die Geschichte des Blattes.
Nach allen Puncta kehrt sich das Verfahren um: Mit dem Projektor wirft man ein Bild vom eigenen Standpunkt in den Raum – eine eigene Anamorphose, die zerfällt, sobald man zur Seite tritt.
ATELIER – eigene Bilder: Hochgeladene Bilder werden exakt anamorphotisch verrechnet – als Ringplatte für den Spiegelzylinder, als Längenanamorphose nach Weigel oder als Bodenanamorphose – und im Raum lesbar gemacht. Export als JPG-Druckvorlage mit Anleitung (Zylinderkreis, Augpunkt), als JPG-Ansicht und als AV-Video mit Kamerafahrt vom Zerfall zur Fügung.
Steuerung: Maus/Tastatur, Touch (Joystick + Blickziehen), Gamepad. Ausstellungsmodus: Rundgang bei Inaktivität, Neustart, kein Zeiger, Betreuertasten. Standalone als macOS-App (Electron, arm64 und Intel).