nagl ~ wintersberger · 2011 / 2026 · aus der Serie „Licht Zeichnungen“

Inside an ObjectInnerspace · 1 + 1 = ∞

2011 begründete die Zeichnung den Tanz. 2026 zeichnet der Tanz zurück — mit nichts als Strich, Schraffur, Grauwert und Licht.

Konzept, Produktion, Video und Audio: Markus Wintersberger · Choreografisches Konzept, Tanz: Andrea Nagl · medienwerkstatt006

Neufassung 2026AV 4K 3840 × 2160 · 25 fpsLangfassung 4:43Trailer 2:143D-Animation 1:30Original 2011 · Serie „Licht Zeichnungen“
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AV 2026

Langfassung · Trailer
▶ Langfassung 4:43Video laden · YouTube
INSIDE AN OBJECT · INNERSPACE · 1 + 1 = ∞ (2026) — Langfassung 4:43 · 3840 × 2160 · Stereo · 7 075 Frames · YouTube ↗
▶ Trailer 2:14Video laden · YouTube
INSIDE AN OBJECT · INNERSPACE · 1 + 1 = ∞ (2026) — Trailer 2:14 · 3840 × 2160 · Stereo · 3 350 Frames · YouTube ↗

Außerdem: 3D-Animation 1:30 (YouTube ↗) · 3D-Modell „Lichtraum“ (Sketchfab ↗)

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Die Zeichnung zeichnet zurück

Strich · Schraffur · Grauwert · Licht

Das Innere einer Zeichnung als Tanzraum: 2011 ließ sich Andrea Nagl durch projizierte Strichwelten gleiten. 2026 kehrt sich das Verhältnis um — die Bewegung wird selbst zur Zeichnung.

Der Werktext wird beim Wort genommen: Strich, Schraffur, Grauwert und Linienspiel sind die einzigen Bildmittel, Graphit und Papier wechseln einander ab. Jedes Kapitel übersetzt einen Satz in ein Verfahren. Beim Sichten zeigte sich, dass Inside an Object 01, 02, 05 und 06 dieselbe Choreografie in verschiedenen Zeichnungen sind, zeitgleich — aus diesem „1 und 1“ wird der Wechselschritt. Bild und Ton stammen ausschließlich aus dem Material von 2011/12. Keine generative KI.

Eins und eins ist unendlich. In diesem Wechselschritt wird die Bewegung selbst bewusst.Markus Wintersberger · Inside an Object · 2011
Ⅰ–Ⅵ

Kapitel

Langfassung / Trailer

Vorspann, fünf Kapitel, Nachspann — dieselbe Folge in beiden Fassungen.

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VORSPANN · EINE LINIE

0:00–0:20

Eine einzige, nie abgesetzte Lichtlinie zeichnet zuerst das Objekt — eine der Schalen-Zeichnungen von 2011 — und dann, ohne Unterbrechung, die Tänzerin in seinem Inneren. Erst danach schreibt sich der Titel als Kontur. Eins und eins in einem Zug.

LANG 0:00–0:20 · TRAILER 0:00–0:12

Still aus Kapitel 0 · VORSPANN · EINE LINIE
Still · Kapitel 0 · 3840 × 2160
I

STRICH

0:20–1:04

Die Videos von 2011 werden Bild für Bild in Schraffur übersetzt. Die Richtung jedes Strichs folgt der Struktur des Bildes (Strukturtensor), die Dichte dem Grauwert; Kreuzlagen kommen erst im Dunkel dazu. Alle drei Bilder werden die Striche neu gezogen — sie kochen wie eine Handzeichnung. Am Ende jeder Einstellung scheint das fotografische Licht durch die Zeichnung: Tanzraum und Tanzpartner in einem.

LANG 0:20–1:04 · TRAILER 0:12–0:30

Still aus Kapitel I · STRICH
Still · Kapitel I · 3840 × 2160
II

GEDANKENSPUR

1:04–1:50

Drei Zeiten in einem Bild. Die vergangene Geste (−Δ) erscheint als Kreideschraffur, das Jetzt als Licht, die kommende Bewegung (+Δ) als punktierte Höhenlinie — noch nicht gezeichnet. Δ atmet zwischen 0,9 und 2,3 Sekunden. Im Ton: Nachhall der Vergangenheit, rückwärts anschwellende Vorboten der Zukunft.

LANG 1:04–1:50 · TRAILER 0:30–0:48

Still aus Kapitel II · GEDANKENSPUR
Still · Kapitel II · 3840 × 2160
III

LICHTZEICHNUNG

1:50–2:40

Die Bewegung belichtet sich selbst. Alle drei Bilder legt sich die Kontur des Körpers als stroboskopisches Echo ab (Marey), die bewegtesten Punkte ziehen Lichtspuren wie bei Picassos Lichtzeichnungen. Bei jedem Schnitt antwortet eine der 100 Lichtzeichnungen von 2011 — die historische Langzeitbelichtung.

LANG 1:50–2:40 · TRAILER 0:48–1:10

Still aus Kapitel III · LICHTZEICHNUNG
Still · Kapitel III · 3840 × 2160
IV

WECHSELSCHRITT

2:40–3:22

Inside an Object 01 und 02 sind dieselbe Choreografie in zwei Zeichnungen, zeitgleich. Im Schrittrhythmus (alle 0,6 Sekunden) springt eine Lichtkante links–rechts–links; die Hälften tauschen die Seiten, Positiv und Negativ wechseln. Jeder achte Schritt ist eine Fotografie von 2011, als Zeichnung.

LANG 2:40–3:22 · TRAILER 1:10–1:28

Still aus Kapitel IV · WECHSELSCHRITT
Still · Kapitel IV · 3840 × 2160
V

1 + 1 = ∞

3:22–4:16

Eine Droste-Spirale führt in die Zeichnung hinein, ohne je anzukommen. Jede zweite Verschachtelung zeigt die Tänzerin eine Geste früher, als Licht im Negativ. Der Ton fällt als Shepard-Risset-Glissando endlos — bis alles in einem einzigen Lichtpunkt zusammenläuft.

LANG 3:22–4:16 · TRAILER 1:28–1:56

Still aus Kapitel V · 1 + 1 = ∞
Still · Kapitel V · 3840 × 2160
VI

NACHSPANN

4:16–4:43

Mitwirkende, Werktext 2011, Material und Verfahren, Referenzen und Links — darunter die eine Linie als Erinnerung.

LANG 4:16–4:43 · TRAILER 1:56–2:14

Still aus Kapitel VI · NACHSPANN
Still · Kapitel VI · 3840 × 2160
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Spielfelder

vier Verfahren zum Selbermachen

Lichtzeichnen

Zeichnen Sie mit dem Zeiger — das Bild belichtet lange und vergisst langsam. „Marey“ legt stroboskopische Ellipsen-Echos ab.

Gedankenspur

Vergangene Geste (verschwommen), Jetzt und kommende Bewegung (Negativ) übereinander. Der Regler stellt Δ ein; Klick hält an.

Inner Space · Tanz, jetzt

Wechselschritt

Klicken (oder Leertaste): ein Schritt. Inside an Object 01 und 02 — dieselbe Sekunde, zwei Zeichnungen, Positiv und Negativ.

Inside an Object 01Inside an Object 02
Schritt 000 · klicken

1 + 1 = ∞

Die Droste-Spirale in Echtzeit: Ziehen dreht und zoomt, Mausrad taucht tiefer. Es gibt keinen Grund — nur die nächste Zeichnung.

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Werktext 2011

Markus Wintersberger
Das Innere einer Zeichnung wird in dieser Arbeitsserie erforscht. Die Zeichnung wird zugleich Tanzraum und Tanzpartner. Der Strich, die Schraffur, die Grauwerte und das Linienspiel bilden ein dialogisches Gegenüber. Die Tänzerin Andrea Nagl lässt sich durch diese Strichwelten gleiten. Sie schwebt in diesen projizierten Lichträumen gleich einer Gedankenspur, sie erinnert sich an die vergangene Geste und blickt auf die kommende Bewegung voraus. Die Zeichnung ist Grund für ihre Bewegung und begründet dadurch ihre Choreographie. Eins und eins ist unendlich. In diesem Wechselschritt wird die Bewegung selbst bewusst.Markus Wintersberger · 2011
Werk
Inside an Object · Innerspace · 1 + 1 = ∞ (2026) — Neufassung und experimentelle AV-Übersetzung
Original
Inside an Object. Aus der Serie „Licht Zeichnungen“ 2011 · Lichtzeichnungen, Variable Videoprojektionen
Konzept, Produktion, Video und Audio
Markus Wintersberger
Choreografisches Konzept, Tanz
Andrea Nagl
Neufassung 2026
Markus Wintersberger · medienwerkstatt006 · nagl ∼ wintersberger
Format
AV-Video 16:9 · 3840 × 2160 · 25 fps · H.264 / AAC · Langfassung 4:43 · Trailer 2:14 · 3D-Animation 1:30 · GLB-Szene
Lizenz
CC BY-NC 4.0 · © Markus Wintersberger · Andrea Nagl 2011 / 2026
g

Chronik · Mitwirkende

2011 → 2026
JahrWerkKontext
2011Inside an Object · Aus der Serie „Licht Zeichnungen“ · Lichtzeichnungen, Variable Videoprojektionennagl ~ wintersberger · Wien
2011–2012Inside an Object 01–06 · 1 und 1 = Unendlich · HD 16:9YouTube · inao_v01.htm
2011–2012Inner Space · Dance and Music 1–3 · Inner Space – Lichtzeichnungen, Variation 1–100 · Kohlezeichnungen 1–10innerspace/is_zeich.htm
2026INSIDE AN OBJECT · INNERSPACE · 1 + 1 = ∞ — Langfassung 4:43, Trailer 2:14, 3D-Lichtraum (GLB) und 3D-Animation 1:30 · Langfassung ↗ · Trailer ↗ · 3D-Animation ↗ · Sketchfab „Lichtraum“ ↗Neufassung · medienwerkstatt006, Wien

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Eins und eins ist unendlich.
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